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Literaturverein/Termine

Aktuelle Pressemitteilungen des Vereins

Lindig und Strauch vermitteln "Zuglust"

Lieder und Texte über das Unterwegssein am 19. Oktober in der Stadtbibliothek Ilmenau


Ilmenau.
Der Manebacher Dichter Harald Lindig und der Ilmenauer Liedermacher Martin Strauch bieten am Donnerstag, dem 19. Oktober 2017, ab 20:00 Uhr in der Stadtbibliothek Ilmenau "Zuglust". Das haben sich die beiden jedenfalls mit ihren Beiträgen ausschließlich aus der eigenen Feder vorgenommen. Das Programm wurde in diesem Jahr eigens konzipiert und schöpft aus jahrelangem literarischen und poetischem Schaffen der beiden Autoren. Zur 6. Suhler Lesenacht am 12. Mai dieses Jahres kam es über den Dächern von Suhl, im Türmerzimmer der Kreuzkirche, zur bejubelten Premiere. Nun haben auch Literaturfreunde aus Ilmenau und Umgebung Gelegenheit, Bekanntschaft mit den oft hintersinnigen, manchmal humoristischen, meist spielerischen und immer tief lotenden Texten und Liedern zu machen.
„Zuglust. Lieder und Texte über das Unterwegs“, haben beide ihr Programm genannt. Harald Lindig, den viele Interessenten schon von früheren Veranstaltungen her und durch seine Publikationen kennen, nähert sich auf seine unnachahmlich skurrile Weise in Erzählungen und Gedichten dem Thema an. Martin Strauch, Liedermacher und einstiger VHS-Lehrer in der Goethestadt, schaut mit seinen Songs und Texten über den Tellerrand. Da kommt Thüringen auch schon mal bluesig daher. Zur Premiere des Programms in Suhl konnten beide auf zwei aufeinander folgenden Auftritten im Kirchturm auf zweimal "ausverkauft" verweisen. Die Ilmenauer Literaturfreunde dürfen gespannt sein. Organisiert wird die Veranstaltung von der kuko, der Kulturellen Koordinierung e.V.  Der Südthüringer Literaturverein, dem Lindig seit langem angehört, wirkt unterstützend.

   

Literarische "Fundstücke" am 2. September in Vesser

 

Spätsommerlesung des Südthüringer Literaturvereins im Vereinshaus Vesser - Geschichten, Episoden, Gedichte und Lieder

 

Suhl. Die Schreibgruppe „Zeilensprung“ im Südthüringer Literatur veranstaltet am Wochenende 2./3. September 2017 zum zweiten Mal eine Literaturwerkstatt im Suhler Ortsteil Vesser. Diesmal wollen die Autorinnen und Autoren aus der Region neben ihrer intensiven Arbeit an eigenen Texten auch an die Öffentlichkeit treten. Am Samstag, dem 2. September 2017, bieten sie ab 19:00 Uhr im Vereinshaus „Vesserblick“ eine Spätsommerlesung an, die sie unter den Titel „Fundstücke“ gestellt haben. Zu hören sind Erzählungen und Gedichte, Anekdoten und Fabeln sowie Lieder aus der eigenen Feder. „Fundstücke“ aus und für Thüringen – der Gast darf sich überraschen lassen.

Nach dem großen Anklang, den die Vorjahresliteraturwerkstatt im Waldgasthof zur Vesser fand, stand schnell fest, dass die knapp 10 Teilnehmer wieder nach Vesser kommen wollen. Diesmal passte es zeitlich auch besser in den Terminplan des Ortes, eine Abendveranstaltung für die Einwohner und Gäste einzuplanen. Im Rahmen der „Lesereihe 2017“ des Literaturvereins geht sie nun über die Bretter, die die Welt bedeuten. Dabei sein werden „Zeilensprung“-Chefin Ulrike Blechschmidt aus Zella-Mehlis, Ursula Schütt aus Dietzhausen, Iris Friebel aus Rohr, Roswitha Lesser und Dietmar Hörnig aus Suhl, Heidi Büttner aus Schalkau, Harald Lindig aus Manebach, der „ausgewanderte“ Autor Michael Carl aus Hanau sowie Literaturvereins-Vorsitzender Holger Uske, der auch die musikalische Umrahmung übernimmt. Humorvolle und anregende Texte sind zu erwarten, vom Jungbleiben und Älterwerden wird zu hören sein, von Vergangenheit und Zukunft, Liebe und Natur, „Fundstücke“ aus dem wahren Leben eben.

Literatur- und Kunstfreunde, Vesserer und ihre Gäste sowie Interessenten an hier in der Region entstehender Literatur sind zu dieser Lesung mit Musik herzlich eingeladen. Der Eintritt beträgt 3 €, Schüler und Studenten ermäßigt 1,50 €.

   

Schlussszene der Lesung "Scheunefunde" des Literaturvereins am 5. August 2017 in Rohr. Foto: A. Uske

Literarische "Scheunenfunde" am 5. August in Rohr  

 

Sommerlesung des Südthüringer Literaturvereins in der Kulturscheune in Rohr - Geschichten, Episoden und Lieder

 

Rohr. Zum zweiten literarisch-musikalischen Abend unter dem Motto "Scheunenfunde" lud der Südthüringer Literaturverein für Samstag, den 5. August 2017, 19:00 Uhr in die Kulturscheune nach Rohr ein. Bezug nehmend auf den Veranstaltungsort, den Stadel des für hervorragende Sanierung mit dem Denkmalpreis geehrten Dreiseithofs von Sigrid und Angela König in der Hauptsraße 4, blieben die Autoren beim zugkräftigen Titel "Scheunenfunde" für die Abendveranstaltung. Sommerlich geprägte Literatur und Musik aus der eigenen Feder waren im Angebot. Etwa 40 Interessenten folgten der Einladung.

Der Südthüringer Literaturverein, seit 1990 in der Region als Autorenvereinigung aktiv, machte mit dieser Veranstaltung im Rahmen seiner "Lesereihe 2017" erneut Rast in Rohr. Das ist vor allem der Autorin Iris Friebel zu verdanken, die in Rohr zu Hause ist und im Vorjahr vorschlug, doch auch einmal in ihrem Ort eine öffentliche Lesung des Vereins anzubieten. Die Kulturscheune von Familie König bot sich dafür an und Angela König zeigte sich begeistert, Gastgeberin für solch eine Veranstaltung im Stadel ihres Dreiseithofs sein zu können. Das kam so gut an bei den zahlreichen Interessenten, dass eine Neuauflage geplant wurde.

Am 5. August 2017  trugen 10 Autorinnen und Autoren des Vereins inkl. Gastmusiker fast 1 1/2 Stunden mitunter sogar nagelneue Texte vor, die zur vorherigen Vereinstagung zum ersten Mal vorgestellt worden waren. Im Programm standen ein Ausflug in Urlaubsländer wie von Iris Friebel dargeboten, Begegnungen in Urlaubsgefilden in Lieder gesetzt von Bernd Friedrich, ein Märchenausflug von Michael Carl, lyrische Ausflüge von Sandra Eberwein, Harald Lindig und Christine Behrend, Fabeln von Ursula Schütt, ein auf die Spitze getriebener "Ausflug" zur Arbeit von  Sandro Eberwein und zum Schluss ein "Nachspiel" nach dem Aufstieg (s)einer Sportmannschaft von Dietmar Hörnig, das den Gästen viel Spaß bereitete. Holger Uske blieb mit einer Erzählung "Zu Hause" und meinte am Ende in seinem Lied "Einkehr", dass es letztlich immer um das Finden des eigenen Weges gehe...

Das Publikum dankte mit langem Beifall und erklatschte sich Zugaben. Eine dritte Auflage scheit nun beinahe unausweichlich...

   

Premiere für neue Thüringer Literatur

 

Nach der großen Resonanz der Vorstellung der aktuellen Bücher der Thüringer Publikationsreihe "Muschelkalk" im Vorjahr entschloss sich die Literarische Gesellschaft Thüringen, in Suhl wieder eine Premierenlesung zu veranstalten. Diese findet am Mittwoch, dem 31. Mai 2017, um 19:00 Uhr im Buchhaus Suhl statt. Live zu erleben sind die Autoren Christine Hansmann  und Stefan Petermann. Die Moderation übernimmt der Herausgeber der Reihe André Schinkel.

Zu dem Gedichtband von Christine Hansmann "Des Lichtes und der Schönheit halber" heißt es: "Als verharre die Zeit für einen Pulsschlag, so sind diese Gedichte: Stille wohnt in ihnen wie Blicke, aus dem Wandel hinter den Lidern in die Wirklichkeit getaucht. Jeder Text eine Geste, behutsam, wie innehaltend vor dem ersten Schritt. Und doch auch voll Kraft - des Lichtes und der Schönheit halber."

Stefan Petermann legt im zweiten 2017er Band Geschichten vor unter dem Titel "Der weiße Globus". Herausgeber André Schinkel dazu: "Sie beginnen ganz einfach, diese Geschichten. Mit einem Geschenk für den Nachbarn, dem geretteten Amseljungen, einer Leiter, die in den Himmel ragt, Reisen, von denen man nicht weiß, ob man sie antreten soll. Und wie Träume, aus denen man nicht erwachen kann, nehmen sie ihren Lauf - hin zu Glücksmomenten und beinahe unweigerlich an den Rand der Katastrophe."

Herzlich willkommen zur Premiere der beiden neuen "Muschelkalk"-Bände in Suhl. Eintritt: 3 €.

   

Von Elfen, Drachen, Helden und Holden

Publikumsliebling der Lesenacht 2016 am 8. Juni wieder in Suhl

 

Verwegene Geschichten zwischen Liebe, Wunder und Abenteuer – das verspricht Christian von Aster für seine Lesung am Donnerstag, dem 8. Juni 2017, um 19:00 Uhr in der Stadtbücherei Suhl.

Christian von Aster avancierte zur vorigen 5. Suhler Lesenacht mit seinen Open-Air-Darbietungen im Stadtpark zum Publikumsliebling des Abends. Wie er aberwitzige Geschichten zum Besten gab, mitunter Gedicht-Erzählungen auswendig darbot und auf sein Publikum zuging, das traf den Nerv der Zuhörer. So war es nur eine Frage der Zeit, den Leipziger Autor noch einmal nach Suhl einzuladen. Es gelang dank der Zusammenarbeit von Südthüringer Literaturverein und Förderverein Stadtbücherei Suhl.

So haben alle Interessenten Gelegenheit, einen großen Autor und Entertainer am Donnerstagabend, 8. Juni, erneut zu erleben – und garantiert mit wiederum neuen Texten. Er selbst schreibt dazu: Folgen Sie Herrn von Aster, dem Teilzeitbarden der schrundigen Herzen, in wunderliche Legenden, wie Sie sie so vermutlich noch nie vernommen haben. Unglaubliche Wahrheiten, schröckliche Skandale und eine Ahnung ewiger Liebe im Rahmen phantastischer Exzesse! Eine weitgehend vollbekleidete Lesung wilder Wunder für wagemutige Gemüter.

Herzlich willkommen dazu in der Stadtbücherei Suhl! (Eintritt 5 €, ermäßigt 3 €)

   


Katja Lange-Müller. Foto: Heike Steinweg

Joachim Krause. Foto: Wiegand Sturm
Harald Lindig. Foto: Holger Uske
Martin Strauch. Foto: Maik Ehrlich
André Kudernatsch. Foto: Sven Gatter

6. Suhler Lesenacht am 12. Mai
Welt-Begegnungen und Geschichte, Kabarett und „Zuglust“ über den Dächern von Suhl


Suhl.
Am Freitag, dem 12. Mai 2017, veranstaltet der Südthüringer Literaturverein gemeinsam mit der Stadt Suhl, dem Förderverein der Stadtbücherei und weiteren Partnern die 6. Suhler Lesenacht. Nach dem Auftakt um 19:00 Uhr in der Stadtbücherei mit Katja Lange-Müller geht es hoch hinaus bis über die Dächer von Suhl mit den drei nachfolgenden Lesungen jeweils um 20:30 Uhr und um 22:00 Uhr.
Anders als im Vorjahr, als zur 5. Suhler Lesenacht eine große Leseaktion im Freien über die Bühne ging und außergewöhnliche Leseorte wie der Stadtpark, ein Floß auf dem Herrenteich und der Innenhof des Waffenmuseums das Publikum anzogen, kehren die Autorinnen und Autoren Mitte Mai zurück in besondere Räume der Stadt.

Auftakt mit Katja Lange-Müller
Auftakt ist um 19:00 Uhr wieder in der Stadtbücherei. Dafür konnte die mit zahlreichen nationalen und europäischen Auszeichnungen wie dem Ingeborg- Bachmann-Preis geehrte Autorin Katja Lange-Müller gewonnen werden. Die Berlinerin wird aus ihrem 2016 erschienenen Roman „Drehtür“ lesen. Darin geht es um die Krankenschwester Asta, die nach 22-jährigem Dienst in internationalen Hilfsorganisationen, zuletzt in Nikaragua, nun am Flughafen München „strandet“ und an einer Drehtür stehend Passanten mit eigenen Bekannten vergleicht und Episoden ihres Lebens Revue passieren lässt. „Mit jeder Zigarette taucht Asta tiefer in ihre Vergangenheit ein – und mit jeder Episode variiert die Erzählerin ein höchst aktuelles und existenzielles Thema: das Helfen und seine Risiken“, heißt es in Verlagsinformationen. Am Ende steht die Frage, was vom Helfen übrig blieb, der Katja Lange-Müller mit der Selbstironie ihrer Heldin nachspürt und keine einfachen Antworten darauf anbietet. Man darf gespannt sein.
Wie bei der Suhler Lesenacht üblich, haben die Gäste nach diesem Auftakt die Wahl zwischen parallelen Lesungen. Diesmal sind es drei, die jeweils gegen 20:30 Uhr und um 22:00 Uhr beginnen und etwa eine Stunde dauern.


„Fremde Eltern“ in der Bibliothek

Zu Gast im „Lesewürfel“, der Stadtbücherei, bleibt gleich Joachim Krause. In der oberen Etage der Bibliothek, aus deren lyrikverzierten Glasscheiben sich interessante Ausblicke über Suhler Dächer bieten, stellt der Chemiker und Theologe sein Buch „Fremde Eltern“ vor. Joachim Krause aus Schönberg, der von 1982 bis 2010 Beauftragter für Glaube, Naturwissenschaft und Umwelt in der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche in Sachsen war und zudem als Liedtexter für die Gruppe „Lift“ und andere Rockbands der DDR arbeitete, widmet sich eines Tages dem Inhalt von Kisten und Kartons auf dem Dachboden seines Hauses – und entdeckt Briefe und Tagebücher seiner Eltern. Doch neben persönlichen Gedanken enthalten die etwa 1800 Briefe auch philosophische und gesellschaftspolitische Traktate und Träume vom Leben von morgen – streng nationalsozialistisch geprägt. Krause entdeckt „fremde Eltern“. Das Buch fand bundesweit ein großes Echo. Familiengeschichte wird darin zum Spiegel deutscher Geschichte und gibt ein faszinierendes wie beklemmendes Zeugnis ideologischer Einflussnahme auf junge Menschen vor 80 Jahren. Was davon wirkt bis heute weiter? Und wie weit sind wir heute entfernt von solcher Einflussnahme?

„Zuglust“ im Kirchturm
Die einstige Türmerwohnung der Suhler Kreuzkirche wird zur 6. Suhler Lesenacht zum Leseort für Harald Lindig aus Manebach und Martin Strauch aus Ilmenau. Beide nennen ihr eigens für diesen Auftritt zusammengestellte Programm „Zuglust. Lieder und Texte über das Unterwegs.“ Harald Lindig, den manche Besucher der Suhler Lesenacht schon bei früheren Veranstaltungen kennenlernen konnten, nähert sich auf seine unnachahmlich skurrile Weise in Erzählungen und Gedichten dem Thema. Martin Strauch, Liedermacher und einstiger VHS-Lehrer in der Goethestadt, schaut mit seinen Songs und Texten über den Tellerrand. Hoch über den Dächern von Suhl, nach dem Bezwingen weiterer 96 Stufen von der oberen Empore der Kreuzkirche aus, wird man nicht nur mit einem phantastischen Blick über die Stadt, sondern auch mit einem großartigen Programm entlohnt, das „Zuglust“ machen will.


Kabarett im Gagarinsaal

Schließlich bietet als Dritter im Bunde André Kudernatsch aus Erfurt gemeinsam mit seinem Pianisten Andreas Groß im Gagarinsaal Kabarettistisches an, ebenfalls ein Novum der bisherigen Suhler Lesenächte. Unter dem Titel „Ich hab‘s im Hermsdorfer Kreuz“ macht er mit allerlei Bedenkenswertem und auf die Schippe zu Nehmendem in Thüringen bekannt. Seine Kolumnen und Auftritte, live und im Fernsehen, sind Legende. Sein Auftrittsort ist der Gagarinsaal, der damit – durchaus auch über manchen Dächern Suhls gelegen – für zweimal eine Stunde zu neuem Leben erwacht. In  Klubatmosphäre Kabarett genießen, das soll dort zur 6. Suhler Lesenacht möglich sein. Vor dem Saal werden dafür auch Getränke angeboten.

Der Eintritt zur Auftaktveranstaltung beträgt 5 €, die Nachfolge-Lesungen sind frei. Ermöglicht wird das durch die Unterstützung der Rhön-Rennsteig-Sparkasse und der Mitarbeiter der beteiligten Einrichtungen sowie das Engagement der mitwirkenden Vereine. In der Stadtbücherei wird es einen Buchangebot durch die Buchhandlung am Topfmarkt geben, im Gagarinsaal will André Kudernatsch selbst seine Werke anbieten und steht natürlich – wie die anderen Autoren auch – zum Signieren zur Verfügung.

Herzlich willkommen zur 6. Suhler Lesenacht am  Freitag, dem 12. Mai 2017, von 19 bis ca. 23 Uhr in der Suhler Innenstadt!

Nachfolgend einige fotografische Eindrücke von der 6. Suhler Lesenacht (Fotos: H. Uske).

   
 

Das Domizil der Werkstatttage in Hümpfershausen/Rhön.

Südthüringer Literaturwerkstatt in der Rhön und Literarische Soiree am 8. April in Meiningen

Workshop in Sinnershausen - Lesung am 8.4. 19:00 Uhr im Meininger Baumbachhaus

 Suhl/Hümpfershausen/Meiningen. Zum 28. Mal trafen sich vom 7. - 9. April 2017 Südthüringer Autoren zu ihrem Jahres-Workshop. Im Jugendausbildungszentrum (JABZ) der Thüringer Feuerwehr im Schloss Sinnershausen in Hümpfershausen in der Rhön kamen dazu mehr als 20 Teilnehmer zusammen, die in einer Lyrik-, einer Prosa- und einer eigenen Jugendgruppe an ihren Texten arbeiteten. Diese wandten sich vornehmlich dem Motto der diesjährigen Literaturwerkstatt zu "Hurra, 17!" Die besten mitgebrachten und in der Rhön neu entstandenen Arbeiten kamen am Samstagabend, 8. April 2017, ab 19:00 Uhr im Literaturmuseum Baumbachhaus in Meiningen in einer öffentlichen Lesung zu Gehör.
Hervorragende Seminarleiter standen den Südthüringer Autoren, ergänzt um befreundete oder "ausgewanderte" hiesige Autoren aus Bayern, Hessen und Rheinland-Pfalz, dabei wieder zur Seite. Die Lyrikgruppe leitete zum siebten Mal die Schriftstellerin Nancy Hünger aus Erfurt, eine der bundesweit bekanntesten Dichterinnen des Freistaats. Für die Prosagruppe wurde zum dritten Mal der Hallenser Schriftsteller und Publizist André Schinkel gewonnen, seit dem Vorjahr Herausgeber der Thüringer "Muschelkalk"-Edition. Ulrike Blechschmidt aus Zella-Mehlis führte in bewährter Weise die Jugendgruppe, die seit 2007 ein fester Bestandteil des Workshops ist und jungen Schreibenden und literarisch Interessierten Anregungen für das eigene Schöpferisch-Werden vermittelt. Am Sonntagvormittag stand nach dem im Vorjahr mit Begeisterung aufgenommenen Training von Rhythmus-Elementen wieder ein Trommelworkshop auf dem Programm mit Maximilian Strobel und Sören Georgy aus Suhl.

Einladung zur Lesung
Literaturfreunde waren auch in diesem Jahr wieder zu einer kurzweiligen Lesung der Werkstatt-Teilnehmer für
Samstag, den 8. April 2017, 19:00 Uhr in das Literaturmuseum Baumbachhaus Meiningen eingeladen. Die musikalische Begleitung oblag diesmal dem Klarinettenensemble "Clarinetti appassionati" der Max-Reger Musikschule Meiningen unter der Leitung von Wen-Chen Theile mit Elijah Hesse, Vincent Raßmann, Johanna Arndt und Eliza Baumann sowie Felix Happ und Emma Brand (Klarinette) und Marike Nuhn (Blockflöte), Klavier und Leitung Wen-Chen Theile, die auch eigene Stücke zum Vortrag brachte, darunter eine Uraufführung. Die Zuhörer überraschte, was hiesige Autorinnen und Autoren aus dem Motto "Hurra, 17!" gemacht hatten und zu welchem Gesamtprogramm sie diese zusammenfügen. Es erklangen Texte zu Liebe, Lust und Leidenschaft ebenso wie Nachdenkenswertes 100 Jahre nach der Oktoberrevolution. Den Schlusspunkt setzte wie in den jahren zuvor Erika Westhäuser mit ihren fränkischen Mundart-Texten. Eine Bilderstrecke dazu gibt es auf dieser Homepage unter Werkstatt 2017.
Der Workshop wird gefördert vom Freistaat Thüringen, der Rhön-Rennsteig-Sparkasse und der Stadt Suhl. Damit wird eine inzwischen langjährige erfolgreiche Zusammenarbeit fortgesetzt.

   

Der Vorstand des Südthüringer Literaturvereins nach der Wiederwahl. V.l. Sandra Eberwein, Holger Uske und Heidi Büttner. Aufnahme: Literaturverein

 

Südthüringer Literaturverein wählte neuen Vorstand

 

 Suhl. Zu seiner Mitgliederversammlung am 19. November wählte der Südthüringer Literaturverein einen neuen Vorstand. Dabei blieben Überraschungen allerdings aus: der bisherige Vorstand stellte sich wieder zur Wahl und wurde mit je einer Enthaltung auch wieder bestätigt. Vereinsvorsitzender Holger Uske aus Suhl, Stellvertreterin Heidi Büttner aus Schalkau und Schatzmeisterin Sandra Eberwein aus Eckental machen weiter.

Natürlich ging es bei der Versammlung auch schon um Projekte, die 2017 angegangen werden sollen. Der Verein mit seinen 25 Mitgliedern in der Region Südthüringen/Nordfranken will seine bewährten Projekte fortsetzen. Dazu gehört nicht nur der große Wochenend-Workshop in der Rhön, der in diesem Jahr 30 Teilnehmer zählte, darunter eine eigene Jugendgruppe mit 10 Interessenten, sondern auch die kontinuierliche Arbeit vor Ort. Einmal im Quartal wird in der Gaststätte "Weiberwirtschaft" in Suhl ein "Literatursalon" als offenes Forum für Autoren und Literaturinteressierte angeboten. Lesungen werden in der ganzen Region organisiert. 2016 zählte diejenige unter dem Titel "Scheunenfunde" in Rohr dabei zu den gut besuchten Neuheiten. In bester Erinnerung ist allen, die dabei waren, auch noch die 5. Suhler Lesenacht, die in diesem Jahr erstmals als Open-Air-Veranstaltung stattfand und namhafte Autoren zu Wort kommen ließ. Hier waren sich die Vereinsmitglieder allerdings einig, dass es Veränderungen geben soll, geplant ist die Zusammenarbeit mit anderen Vereinen für solche großen Veranstaltungen. Und 2017 ist auch das Jahr, in dem wieder ein Literaturkalender unter dem Titel "Thüringer Ansichten" für 2018 entstehen soll. An dem voran gegangenen Kalender für 2015 waren 90 Thüringer Künstler beteiligt. Die Medien werden dazu noch informieren.

Der Südthüringer Literaturverein entstand schon 1990 und zählt seitdem zu den Trägern und Vermittlern regionaler Literatur. Seine Projekte kann er vor allem dank der Förderung durch den Freistaat Thüringen und die Stadt Suhl sowie die Rhön-Rennsteig-Sparkasse realisieren - oft im Windschatten des Mainstreams, aber im Verbund mit vielen kulturell Engagierten vor Ort in Südthüringen.

   
 

Literarische "Scheunenfunde" am 5. August in Rohr

  

Sommerlesung des Südthüringer Literaturvereins am Freitag in der Kulturscheune in Rohr - Geschichten, Episoden, Mundart und Lieder

 

Rohr. Zu einer literarisch-musikalischen Premiere lud der Südthüringer Literaturverein am Freitag, dem 5. August 2016, ab 19:00 Uhr in die Kulturscheune nach Rohr ein. Ausgehend vom Veranstaltungsort, dem Stadel des für hervorragende Sanierung mit dem Denkmalpreis geehrten Dreiseithofs von Sigrid und Angela König in der Hauptsraße 4, nannten die Autoren die Abendveranstaltung "Scheunenfunde". Dort gaben sie sommerlich geprägte Literatur und Musik aus der eigenen Feder zum Besten. Mehr als 30 Interessenten folgten der Einladung und nahmen die Lesung mit viel Applaus auf.

Der Südthüringer Literaturverein, seit 1990 in der Region als Autorenvereinigung aktiv, machte diesmal im Rahmen seiner "Lesereihe 2016" Rast in Rohr. Das ist vor allem der Autorin Iris Friebel zu verdanken, die in Rohr zu Hause ist und vorschlug, doch auch einmal in ihrem Ort eine öffentliche Lesung des Vereins anzubieten. Die Kulturscheune von Familie König bot sich dafür an und Angela König zeigte sich begeistert, Gastgeberin für solch eine Veranstaltung im Stadel ihres Dreiseithofs sein zu können. Mit von der Partie waren neben Lokalmatadorin Iris Friebel die Veilsdorfer Schriftstellerin Erika Westhäuser, die im Vorjahr erst mit ihrem neuen Buch "Nu hammersch widder", Geschichten und Episoden in fränkischer Mundart, für Furore sorgte, der Suhler Liedermacher Bernd Friedrich und der Autor Dietmar Hörnig, der im Rahmen der 5. Suhler Lesenacht auf dem Herrenteich zu erleben war. Die Lyriker Michael Carl, jetzt Hanau, und Sandra Eberwein, jetzt Eckental, vervollständigten die Liste der auftretenden Autorinnen und Autoren. Schließlich war auch Holger Uske aktiv dabei, v. a. als Lyriker und Liedermacher bekannt, der u. a. aus seinem in diesem Jahr in der Thüringer Edition Muschelkalk erschienenen Band neuer Geschichten unter dem Titel "Die Weltenformel" las. Die Lesung fand im Rahmen der vom Freistaat Thüringen geförderten "Lesereihe 2016" des Vereins statt.

   

Doppelpremiere für frische Thüringer Literatur

Vorstellung der neuen "Muschelkalk"-Bände in Suhl, Weimar und Altenburg - Von zuckerblinden Ländern bis zur Weltenformel - Gedichte von Kristina Stanczewski und Geschichten von Holger Uske - Herausgeber André Schinkel moderiert

 

Suhl/Weimar/Altenburg. Zwei Bände mit neuer Thüringer Literatur erscheinen in jedem Jahr in der von der Literarischen Gesellschaft Thüringen herausgegebenen "Edition Muschelkalk". Seit 2016 ist der Hallenser Dichter und Publizist André Schinkel dafür verantwortlich. In Band 42 lässt er Kristina Stanczewski, Altenburg/Berlin, mit neuen Gedichten unter dem Titel "Liegt das Land noch blind wie Zucker" zu Wort kommen. Band 43 vereint unter der Überschrift "Die Weltenformel" 22 neue Geschichten von Holger Uske aus Suhl. Beide Bände werden nun Ende Juni/Anfang Juli in öffentlichen Lesungen in den Heimatorten der Autoren und natürlich auch im Verlagsort Weimar vorgestellt: am 30.6. 19 Uhr im Buchhaus Suhl, am 1.7. um 19 Uhr in der Eckermann-Buchhandlung Weimar und am 2.7. um 18 Uhr im Haus des Kulturbunds Altenburg.
Herausgeber André Schinkel, der zu allen drei Lesungen mit den Autoren auftreten wird,  sagt zum Gedichtband von Stanczewski: "Die Welt im Kleinen, im Großen, die Sorge um sie, das Ringen um die tägliche Anwesenheit in ihr – nichts weniger, nichts mehr ist das Thema der Gedichte von Kristina Stanczewski, die heute in Berlin lebt, aber aus Altenburg (dem „Ararat“ ihres Landsmanns Wolfgang Hilbig) stammt und mit „Liegt das Land noch blind wie Zucker“ ihr literarisches Buchdebüt im Wartburg Verlag feiert." Gedichte voller Zartheit und zupackender Kraft, Texte, in denen die Autorin versucht, den sozialen Verwerfungen der Gesellschaft mit Poesie zu begegnen, finden sich in dem Buch. Die Chance, sie von der Dichterin selbst gelesen zu erleben, sollten sich Literaturfreunde nicht entgehen lassen.
Zum Erzählungsband merkt Schinkel an: "Der Suhler Dichter, Erzähler und Liedermacher Holger Uske, der jüngst mit seinen Lyrikbänden „Erdfahrt“ (2011) und „Nachtschrift“ (2015) von sich reden machte, zeigt sich in der Auswahl seiner seit 2006 entstandenen neuen Prosaarbeiten – Erzählungen, Geschichten, Betrachtungen – nicht nur auf der Höhe der zu wägenden Zeit, sondern zugleich des sicher gesetzten, in den Volten seiner Zusammenhänge oft überraschenden Worts." Außergewöhnliche Ereignisse setzen Alltagsrituale außer Kraft, ganze Lebensläufe werden zu einem Bild im Wald verdichtet, und hinter sicher geglaubten Grenzen wartet Überraschendes. Holger Uske, seit 30 Jahren mit eigenen literarischen Programmen unterwegs, seit 1990 Vorsitzender des Südthüringer Literaturvereins, zieht die Zuhörer mit seiner genauen Sprache in seinen Bann.
In Suhl, Weimar und Altenburg werden die Buchpremieren jeweils eingeleitet und moderiert von André Schinkel, der Mitte Mai erst das diesjährige Harald-Gerlach-Stipendium des Freistaats Thüringen erhielt. Drei Dichter in einer Veranstaltung mit neuen Texten aus Thüringen live erleben - das können Literaturfreunde am 30. Juni in Suhl, am 1. Juli in Weimar und am 2. Juli in Altenburg. Herzlich willkommen dazu.

   

Wolfgang Hohlbein

Christian von Aster

Bernhard Essig

Dietmar Hörnig

Am 22. Juli 5. Suhler Lesenacht mit Weltautor Wolfgang Hohlbein und dann Open-Air an spektakulären Plätzen

Suhl. Zum fünften Mal veranstaltet der Südthüringer Literaturverein gemeinsam mit der Stadt Suhl am Freitag, dem 22. Juli 2016, eine Suhler Lesenacht. Zum ersten Mal soll sie nach der Auftaktlesung in der Stadtbücherei Open-Air im Stadtzentrum stattfinden.

Weltautor für 5 Euro

Auftakt für die 5. Suhler Lesenacht, die nach zweimaligen Abstechern nach Suhl-Heinrichs nun wieder ins Stadtzentrum zurückkehrt, ist um 18:00 Uhr in der Stadtbücherei, Bahnhofstraße 10. Der frühere Startzeitpunkt als sonst wurde gewählt, um die nachfolgenden beiden Leserunden im Freien noch bei Tageslicht veranstalten zu können.
Für die Auftaktlesung konnte dank des Suhler Literaturvermittlers Sven Hauser – er betreut seit Jahren die Fantasy-Autoren zur Leipziger Buchmesse – einer der erfolgreichsten deutschen Schriftsteller gewonnen werden, der in Weimar geborene und seit Jahrzehnten am Niederrhein lebende Wolfgang Hohlbein.

Wolfgang Hohlbein ist der meistgelesene und erfolgreichste deutschsprachige Fantasy-Autor mit einer Gesamtauflage von 44 Millionen Büchern. Der Durchbruch gelang dem von der Presse als „King of Fantasy“ gefeierten Autor 1982 mit dem Buch „Märchenmond“, das seinen Siegeszug in zahlreichen Ausgaben von den USA bis in den Fernen Osten bis heute ungebrochen fortsetzt. 1993 stand sein  (soeben neu aufgelegter) phantastischer Thriller „Druidentor“, aus dem er auch in Suhl lesen wird, für ein volles Jahr auf der Spiegel-Bestsellerliste. In Suhl stellt er des Weiteren seinen aktuellen Roman „Mörderhotel“ vor, mit dem er einen Ausflug ins Kriminalgenre unternimmt. Die neue deutsche Phantastik – so heißt es in einem Werbetext - ist ohne Wolfgang Hohlbein undenkbar. In mehr als 160 immer wieder neu aufgelegten Bestsellern hat er dem Genre den Weg geebnet. Am 22. Juli ist er nun erstmals in Suhl live zu erleben.
Die Rhön-Rennsteig-Sparkasse unterstützt auch die 5. Suhler Lesenacht wieder maßgeblich. Allerdings deckt die Förderung – aufgrund der hochkarätigen Autoren sowie der für die Freiluftlesungen benötigten Tontechnik – den Aufwand nicht, so dass für die Lesung mit Wolfgang Hohlbein ein Eintrittsbetrag in Höhe von 5 €, für Schüler und Studenten 3 €, erhoben wird. Für die sich um
19:30 und 21:00 Uhr anschließenden drei Open-Air-Lesungen wird kein Eintritt verlangt.

Fantasy im Klettergerüst

An drei außergewöhnlichen Plätzen in der Stadt gibt es nach dem Auftakt in der Bibliothek jeweils knapp einstündige parallele Lesungen unter freiem Himmel. An oder sogar auf der Spiel- und Kletterspinne im oberen Bereich des Suhler Stadtparks wird an diesem Abend zum zweiten Mal Fantasy geboten. Unter dem Titel „Allerfeinste Merkwürdigkeiten“ lädt der mehrfach preisgekrönte Leipziger Autor Christian von Aster zu einer verwegenen Reise ein durch die Niederungen der Satire zu den wilden Weiten des Märchens, durch die klammen Keller des Horrors, vorbei an den Werkstätten des Weihnachtsmannes, bis in die sterngesäumten Weiten der Science Fiction. Man darf auf spannende Abenteuer gefasst sein. Da man in Suhl auch im Hochsommer nie weiß, wie das Wetter wird, haben die Veranstalter auch eine Regenvariante bedacht. Dank Unterstützung durch Pfarrer Otto Stöber und der katholischen Gemeinde – die im Stadtpark auch Getränke anbietet – steht im Regenfall die nahe gelegene Katholische Kirche im Windmühlenweg als Leseraum zur Verfügung.


Sprichwörter im Museum

Im Innenhof des Waffenmuseums wird der Bamberger Autor Rolf-Bernhard Essig, der „Indiana Jones der Sprachschätze“, unter dem Titel „Redensarten mit Schuss!“ seine prall gefüllte Sprichwort-Truhe öffnen. Kürzlich erst ging in Nürnberg seine vielbeachtete Ausstellung „Mein Name ist Hase – Redewendungen auf der Spur“ zu Ende. Für Suhl stellt er aus seinem reichen Fundus an Sprichwörtern vor allem jene zusammen, die mit Waffen zu tun haben könnten und erschließt den Gästen „Redewendungen als einen der wichtigsten, lustigsten und kraftvollsten Bereiche unseres Wortschatzes“, wie es im Nürnberger Ausstellungsflyer hieß. Nach den Lesungen steht Rolf-Bernhard Essig jeweils auch für Fragen zur Verfügung. Bei Regen kann in den Vortragsraum im Waffenmuseum ausgewichen werden. Ein kleines Getränkeangebot wird der Suhler Weinkeller offerieren.


Humor vom Floß

Einer der spektakulärsten Leseorte der Open-Air-Lesenacht dürfte das Areal zwischen Herrenteich und Hotel Thüringen werden. Mit Unterstützung der Suhler
Feuerwehr wurde nämlich eigens ein Lese-Floß zu Wasser gelassen, auf das der Suhler Autor Dietmar Hörnig steigt und vorn dort aus seine Geschichten und Episoden zum Besten gibt. U.a. durch Kinderbücher bekannt geworden, bringt der „optimistische Realist mit lächelndem Zeigefinger“ den lokalen Literatur-Aspekt in die 5. Suhler Lesenacht ein. Von ihm sind heitere Episoden aus dem Alltagsleben zu hören, mit einer Prise Skurrilität gewürzt und einem Augenzwinkern aufgeschrieben. Die Versorgung am Ufer des Herrenteichs übernimmt das Hotel Thüringen. Das dortige Bistro steht auch als Regenvariante zur Verfügung.

Open-Air-Angebote doppelt

Die Open-Air-Lesungen – tontechnisch betreut durch Swen Arnold und sein Team - werden jeweils zweimal angeboten, um 19:30 und um 21:00 Uhr. Literaturfreunde haben daher die Möglichkeit, an diesem Freitagabend drei Lesungen zu erleben. Nach dem fulminanten Auftakt in der Stadtbücherei kann noch einmal Fantasy, Sprichwörtliches oder Skurriles aus dem Alltag genossen werden. Willkommen zu einer Lesenacht, wie es sie noch nie gab in Suhl.

   

Im Park von Schloss Sinnershausen, bei Gesprächen zur Literatur. Natur und Literatur verweben sich hier...

Südthüringer Literaturwerkstatt in der Rhön und Literarische Soiree in Meiningen

Autoren veranstalten Workshop in Sinnershausen - Öffentliche Lesung am 30. April 2016 um 19:00 Uhr im Meininger Baumbachhaus

 

Suhl/Hümpfershausen/Meiningen. Zum 27. Mal treffen sich vom 29. April bis zum 1. Mai 2016 Südthüringer Autoren zu einem Jahres-Workshop. Im Jugendausbildungszentrum (JABZ) der Thüringer Feuerwehr im Schloss Sinnershausen in Hümpfershausen in der Rhön werden dazu 32 Teilnehmer erwartet, wobei erstmals die Jugend mit 11 Telnehmern die größte der drei Workshop-Gruppen bilden wird. Im Mittelpunkt des Wochenendes steht die Arbeit an eigenen literarischen Texten, von denen wie in den Jahren zuvor möglichst viele frisch entstehen sollen. Die besten Texte werden am Samstagabend, 29. April 2015, ab 19:00 Uhr im Literaturmuseum Baumbachhaus in Meiningen in einer öffentlichen Lesung vorgestellt.

Hervorragende Seminarleiter stehen den Südthüringer Autoren, ergänzt um befreundete oder "ausgewanderte" hiesige Autoren aus Bayern, Hessen und Rheinland-Pfalz, dabei zur Seite. Die Lyrikgruppe leitet zum sechsten Mal die Schriftstellerin Nancy Hünger aus Erfurt, eine der bundesweit bekanntesten Dichterinnen des Freistaats. Für die Prosagruppe wurde zum zweiten Mal der Hallenser Schriftsteller und Herausgeber André Schinkel gewonnen, in diesem Jahr Thüringer Harald-Gerlach-Stipendiat. Ulrike Blechschmidt aus Zella-Mehlis leitet die Jugendgruppe, die schon seit 2007 zum festen Bestandteil des Workshops zählt und sich zunehmender Beliebtheit erfreut. Junge Schreibende und literarisch interessierte junge Leute sollen dabei Handwerkszeug für ihre literarischen Werke von morgen erhalten. Das Thema der diesjährigen Werkstatttage ist „Flüchtig“, was genügend Spielraum für Schreib-Ideen lässt. Am Sonntagvormittag steht dann das für das literarische Schreiben unumgängliche Training von Rhythmus-Elementen im Mittelpunkt bei einem Trommelworkshop mit Maximilian Strobel und Sören Georgy aus Suhl.

Zuvor jedoch steht am Samstagabend, dem 30. April – schon traditionell ein Höhepunkt des Wochenendes – eine öffentliche Lesung mit den Workshop-Teilnehmern im Literaturmuseum Baumbachhaus in Meiningen auf dem Programm. Beginn ist um 19:00 Uhr, der Eintritt ist frei. Man darf auf frische Texte und An- und Einsichten zum Thema "Flüchtig" gespannt sein.

Der Workshop wird gefördert vom Freistaat Thüringen, der Rhön-Rennsteig-Sparkasse und der Stadt Suhl. Damit wird eine inzwischen langjährige erfolgreiche Zusammenarbeit fortgesetzt.

   

An den Lesungen beteiligt: Ulrike Blechschmidt, Ursula Schütt, Bernd Friedrich und Iris Friebel (v.l.)

Weihnachtslesungen mit der Schreibgruppe "Zeilensprung"

 ... am 5. Dezember in Dietzhausen und am 16. Dezember in Heinrichs
 

 Suhl. Weihnachtslesungen gehörten einst zum Adventsangebot des Thüringer Schriftstellerverbandes in Suhl. Die Schreibgruppe "Zeilensprung" im Südthüringer Literaturverein greift in diesem Jahr diese Tradition auf und bietet in unterschiedlicher Besetzung im Dezember zwei Lesungen an in Suhl.

Start ist am Samstag, dem 5. Dezember 2015, um 14:30 Uhr im Club der Volkssolidarität in Dietzhausen. Unter dem Titel "Es weihnachtet sehr" werden die Autoren Ursula Schütt aus Dietzhausen, Roswitha Lesser aus Suhl, Iris Friebel aus Rohr und Dietmar Hörnig ebenfalls aus Suhl neue Texte mit weihnachtlichem Bezug vorstellen. Das erfahrene Quartett hat dafür eigens ein Programm zusammen gestellt.

Am Mittwoch, dem 16. Dezember, ist um 19:00 Uhr die Volkshochschule Suhl im altehrwürdigen Heinrichser Rathaus Veranstaltungsdomizil für eine weitere Lesung. Unter dem Titel "Weihnachten - Version 2.0" sind dort Ursula Schütt, Roswitha Lesser und Dietmar Hörnig wieder mit von der Partie. Hinzu kommt die Leiterin der Gruppe "Zeilensprung" Ulrike Blechschmidt aus Zella-Mehlis und der Suhler Liedermacher Bernd Friedrich, der für die musikalische Umrahmung sorgt.

Interessenten sind zu diesen öffentlichen Weihnachtslesungen, die sich einfügen in die "Lesereihe 2015" des Südthüringer Literaturvereins, herzlich eingeladen. Die Veranstaltungen werden gefördert vom Freistaat Thüringen, der Stadt Suhl und der Rhön-Rennsteig-Sparkasse.
 

Erika Westhäuser zur Lesenacht in Suhl am 8. Mai 2015.

Buchpremiere mit Erika Westhäuser in Hildburghausen

Veilsdorfer Autorin am 3. Dezember in der Stadtbücherei Hildburghausen - Mundart und Mandolinenorchester

Hildburghausen. Am Donnerstag, dem 3. Dezember 2015, gibt es im Rahmen der „Lesereihe 2015“ des Südthüringer Literaturvereins eine weitere Buchpremiere.  In der Stadtbücherei im Rathaus von Hildburghausen stellt Erika Westhäuser an diesem Tag um 19:30 Uhr ihren Mundart-Band "Ga na äna" vor.  Für ihre Lesung allerdings wählte sie den Titel „Nu hammersch widder“. Mit einem entsprechenden Programm aus Kurzgeschichten, Gedichten und Episoden in fränkischer Mundart – genauer itzgründisch von den Ufern der Werra - hatte sie zur Suhler Lesenacht am 8. Mai schon ihre Zuhörer begeistert. Die ursprünglich schon für den 4. Juni geplante Lesung musste aus Krankheitsgründen auf den 3. Dezember verlegt werden.

Erika Westhäuser, 1933 in Ließau bei Danzig geboren, kam bereits mit 5 Jahren nach Eisfeld und wohnt seit 60 Jahren in Veilsdorf. Neben ihrer langjährigen Tätigkeit als Erzieherin befasst sie sich seit Jahrzehnten mit Literatur und wendet sich neben literarischen Texten in Hochdeutsch - u. a. Märchen, aber auch lebenspralle Geschichten aus ihrer Jugendzeit - immer wieder auch der Mundart zu. In dem neuen Band versammelt sie humorvolle Skizzen, Episoden und Gedichte aus ihrem Alltag, witzig zugespitzt und bei Lesungen im unverkennbaren Duktus ihrer Sprache vorgetragen. Das neue Buch zeigt zudem ein weiteres Talent der Autorin: auch die Illustrationen stammen aus ihrer Feder und bereichern das Bändchen in schöner Weise.
Man darf auf einen kurzweiligen Abend gespannt sein im Bürgersaal - Bibliothek in Hildburghausen. Musikalisch begleitet wird sie dort vom Eisfelder Mandolinen-Orchester. Und natürlich ist des neue Buch dort auch erhältlich. Da der Südthüringer Literaturverein für sein Projekt "Lesereihe" Förderung vom Freistaat Thüringen erhält, beträgt der Eintritt nur 3 €, ermäßigt 1,50 €. Herzlich willkommen zur Buchpremiere von Erika Westhäuser im Hildburghäuser Rathaus am 3. Dezember!

   

Silvio Schubert

Reiner Jesse

Doppel-Buchpremiere am 25. November in Suhl

 

Silvio Schubert und Reiner Jesse stellen neue Bücher in der Buchhandlung am Topfmarkt vor - Südthüringer Literaturverein lädt ein

 

Suhl. Gleich zwei neue Bücher kommen am Mittwoch, dem 25. November 2015, um 19:00 Uhr in der Buchhandlung am Topfmarkt in Suhl zur Premiere: Silvio Schubert stellt Erzählungen aus "Erdbeeren mit Senf" vor und Reiner Jesse liest aus "Skalpell und Knochensäge". Mit dieser dritten Lesung setzt der Südthüringer Literaturverein als Veranstalter seine "Lesereihe 2015" fort.

Silvio Schubert aus Zella-Mehlis, jetzt in Bad Vilbel zu Hause, präsentiert in seinem neuen Erzählungsband "Erdbeeren mit Senf" „Helden“, die sich in skurrilen Situationen bewähren müssen - und manchmal auch von ihnen überrollt werden. Der Autor, im Hauptberuf als Personalreferent tätig, ist manchen Suhlern vielleicht noch von der Lesenacht 2013 her ein Be­griff, als er in der Ausnüchterungszelle der Polizei in der Bahnhofstraße las. Und, so viel sei versichert, auch seine neuen Geschichten haben es in sich.

Dr. Reiner Jesse aus Hirschbach, in Oberhof geboren und lange in Bad Kissingen als Arzt und Klinikchef tätig, brachte in diesem Jahr schon mehrer Bücher auf den Markt. Am 25. November wird er die Erzählung "Rothändle und Kirschlikör" aus  "Skalpell und Knochensäge" lesen, einer Sammlung von Erzählungen aus seinem früheren Arztalltag in der Rhön. In diesem Jahr war Reiner Jesse zur Suhler Lesenacht im Weindepot Heinrichs zu erleben und begeisterte dort seine Zuhörer.
Man darf am 25. November auf einen kurzweiligen Abend in der Buchhandlung am Topfmarkt, Rimbachstraße 7, gespannt sein mit zwei Autoren, die der Ironie des Alltags vergnügliche literarische Ausflüge abgewinnen. Herzlich willkommen dazu!

   

Oberbürgermeister Dr. Jens Triebel bei der Eröffnung der 4. Suhler Lesenacht in der Volkshochschule in Heinrichs. Alle Fotos dieses Beitrags: Marco Stenzel

4. Suhler Lesenacht am 8. Mai in Heinrichs
Vier Orte – fünf Autoren – Unterhaltsame literarische Kost

Suhl.
Die Stadt Suhl veranstaltete am Freitag, dem 8. Mai 2015, die 4. Suhler Lesenacht. Gemeinsam mit dem Südthüringer Literaturverein organisiert und vorbereitet, stand an diesem Abend der Ortsteil wieder ganz im Zeichen der Literatur.
Start war um 19:00 Uhr in der Volkshochschule mit der bekannten Berliner Autorin Abini Zöllner, die ihr neues Buch
„Hellwach. Gute Nachtgeschichten“ vorstellte. Die Feuilleton-Redakteurin der „Berliner Zeitung“ offerierte selbst erlebte Geschichten aus dem schlaflosen Berlin. Nach dieser Auftaktlesung mit Abini Zöllner hatten die Zuhörer Gelegenheit, um 20:30 Uhr und um 22:00 Uhr an weiteren vier attraktiven Leseorten vier regionale Autoren live zu erleben: Sandra Hyneck aus Zella-Mehlis, Reiner Jesse aus Hirschbach, Erika Westhäuser aus Veilsdorf und Horst Wiegand aus Steinheid. Die Lesenacht wurde wie schon in den Jahren zuvor gefördert durch die Rhön-Rennsteig-Sparkasse.
Anliegen der Lesenacht ist es, interessante Literatur mit interessanten Orten zu verbinden, die sonst nicht oder nur eingeschränkt zugänglich sind. In diesem Jahr waren solche Orte neben der Volkshochschule selbst und dessen Gewölbekeller im ehrwürdigen Heinrichser Rathaus wiederum die alte Kapelle Heinrichs sowie typische Heinrichser Weinkeller wie der der Familie Csutorka und das „Weindepot“ von Gloria Schüler. Dort gab es jeweils auch Einblicke in die Hausgeschichte bzw. Hausführungen in Kapelle und Volkshochschule. Vom Weindepot aus konnte die Heinrichser Kirche „St. Ulrich“ mit der legendären "schwarzen Hand" bei einer Führung mit Pfarrer Ulrich Prüfer besichtigt werden.


Zum Auftakt Berliner Nächte

„Die Nacht ist nicht allein zum Schlafen da.“ So kann man es auf dem Klappentext von Abini Zöllners neuem Buch nachlesen. Wozu also noch? Zum Telefonieren? Gewiss. Zum Verzweifeln? Allerdings. Zum Vergnügen? Sowieso. Im Angebot wären auch noch Heißhungerattacken oder Nachhilfeunterricht – nur Fernsehen besser nicht. Die Nacht ist auch zum Grübeln da. Dann fallen einem all die Antworten ein, die man tagsüber hätte geben sollen. Ist die Nacht nun eine Feindin? Oder eine Freundin?
Abini Zöllner wird - so wie jeder zehnte Bundesbürger - von Schlafstörungen geplagt, ist allnächtlich bis drei Uhr hellwach und erlebt erstaunliche, aber wahre Begebenheiten. Davon erzählt sie in ihrem neuen Buch. Etwa, wie sie nachts Online-Petitionen unterstützt,. Einbrechern bei ihrer „Arbeit“ zusieht oder vor unerwarteten Fragen steht, wie etwa dieser: Wie kommt der fremde Hund in meine Wohnung? Seltsame Zeitgenossen begegnen ihr, kleines Glück und große Zumutungen. Abini Zöllner bleibt dabei „Hellwach“. Die Autorin bot überraschende und kuriose Einblicke in Berliner Nächte, was bei den Zuhörern im bis auf den letzten Platz besetzten Ratsaal des Heinrichser Rathauses sehr gut ankam. Auch bei ihrem zweiten Besuch - nach einer Lesung beim "Provinzschrei" zeigte sich Abini Zöllner angetan von der Kultur in der "Provinz".


Lyrik im Gewölbekeller

Horst Wiegand ist einer der bekanntesten Dichter Südthüringens. Der Mann aus dem Gebirge – er wohnt nur ein paar Meter vom Rennsteig entfernt in Steinheid – nannte seine Lesung „Wo der Berg nicht aufhört“. Wiegand veröffentlichte bereits mehrere Bücher, einige davon mit eigenen Fotografien illustriert. Nach Suhl brachte er Musik mit – Eigenkompositionen, denn Horst Wiegand war jahrzehntelang als Musiklehrer tätig und gab zudem auch als Sänger eine Vielzahl von Konzerten im mitteldeutschen Raum. Im Gewölbekeller des Heinrichser Rathauses beeindruckte er seine Zuhörer mit seinem Vortrag und seiner Lyrik.

Mundart beim Josef
Die Veilsdorfer Autorin Erika Westhäuser ist den Suhlern ebenfalls keine Unbekannte. Mehrere ihrer Bücher brachte sie bereits im Rahmen der Lesereihe des Südthüringer Literaturvereins hier zur Premiere. Diesmal stellte sie einen Querschnitt ihres Schaffens vor und nannte ihre kurzweilige Lesung „Nu hammersch widder“. Das Programm aus Kurzgeschichten, Gedichten und Episoden in thüringisch-fränkischer Mundart – genauer itzgründisch von den Ufern der Werra - kam bei den Gästen sehr gut an.  Sie las im Weinkeller von Familie Csutorka, Meininger Straße 132, beim Josef.


Historisches in der alten Kapelle

Erstmals bei der Lesenacht dabei war ebenfalls die Zella-Mehliser Autorin Sandra Hyneck. Ihre historischen Erzählungen sind spannende und bildgewaltige Ausflüge in eine andere Zeit an ihrem Ort. So war sie im Vorjahr zum Poesiesommer in Kloster Veßra zu hören und begeisterte dort ihr Publikum. Diesmal stellte sie ihren literarischen Ausflug unter den Titel „Hoffnung“ und traf damit auf ungeteilte Aufmerksamkeit. Ihr Auftrittsort war die alte Kapelle in Heinrichs, Meininger Straße 49, die schon im Vorjahr ein begehrter Leseort war. Matthias Wiewiorra vom Cisterverein als Pächter der alten Kapelle bot interessante Informationen zur Kapelle an, dem wohl ältesten Haus von Heinrichs und einem der ältesten der Stadt.


Schalk im Weindepot

Reiner Jesse, in Oberhof geboren, in Meerane und Bad Kissingen aufgewachsen, jetzt in Hirschbach zu Hause, ist promovierter Mediziner und führte bis 2007 eine Klinik in Bad Kissingen. Er beschäftigte sich von Kind an mit Kunst – der Malerei. Seit Ostern kann man eine Ausstellung von ihm in Bad Neustadt bewundern, im September werden seine Werke in der Suhler Galerie im CCS gezeigt. Seit dem Ende seiner beruflichen Laufbahn widmet er sich nun verstärkt dem Schreiben. Zur Lesenacht stellte Jesse Anekdoten und Episoden aus dem Arztleben vor, aberwitzig und vielfach auf die berühmte Spitze getrieben, zudem prononciert vorgetragen, so dass die Gäste voll auf ihre Kosten kamen. Sein neues Buch, aus dem er im Weindepot Heinrichs, An der Kirche 2, las, trägt den Titel „Skalpell und Knochensäge“.

 

Dank der Unterstützung durch die Rhön-Rennsteig-Sparkasse war der Eintritt auch zur 4. Suhler Lesenacht frei - zum zweiten Mal im Ortsteil Heinrichs am Abend des 8. Mai mit besonderen Autoren an besonderen Leseorten.

   

 
   
Eines der vier Kalender- Titelmotive, hier von Baldur Schönfelder.

Kalenderpremiere in Suhl, Foto: M. Hahnebach

Premiere für Literaturkalender „Thüringer Ansichten 2015“  
Erneut Gemeinschaftsprojekt von 53 Autoren und 37 bildenden Künstlern der Region – Buchpremiere am 18.9. im Buchhaus Suhl und am 25.9. in der Galerie Schwing Jena

Suhl. Zum fünften Mal gibt der Südthüringer Literaturverein in Zusammenarbeit mit dem Suhler Fotoclub Kontrast einen großformatigen Wochenkalender heraus. Der Titel für die 2015er Ausgabe ist erneut inhaltliches Programm: „Thüringer Ansichten“. Literarische Beiträge von 53 regionalen Autoren setzte der Suhler Gestalter Andreas Kuhrt gekonnt mit den Arbeiten von 37 Thüringer Fotografen und bildenden Künstlern in Szene. Der neue Kalender erlebte am Donnerstag, dem 18. September 2014, um 19:00 Uhr im Buchhaus Suhl, Friedrich-König-Straße 22, seine öffentliche Premiere. Dabei waren zahlreiche der beteiligten Schriftsteller live zu erleben. Die musikalische Umrahmung oblag dem Multi-Musiker Martin Wenzel aus Schalkau, der mit eigenen Improvisationen brilliert bis hin zum Silvester-Feuerwerk.
Die Kalendertexte der Autoren reichen von Landschaftslyrik bis zu Kurzerzählung zu überraschenden Begegnungen, von Liebeslyrik bis zur Mundart-Glosse. Sie ermöglichen einen Einblick in das gegenwärtige Themenspektrum hiesiger Autoren wie auch in die inhaltliche Welt der Fotografen, Maler, Grafiker, Glas- und Holzkünstler. Da sich die Qualität und Einzigartigkeit des Südthüringer Kalenderprojektes, das aufgrund des enormen Aufwandes nur alle drei Jahre verwirklicht werden kann, herumgesprochen hat, beteiligten sich auch mit Thüringen verbundene Künstler an dem Projekt. Es konnte dank Unterstützung des Freistaats Thüringen aus Überschüssen der Thüringer Lotterie realisiert werden.
Projektverantwortliche Heidi Büttner, stellvertretende Vorsitzende des Südthüringer Literaturvereins, stellte die Beiträge für die Lesungen in Suhl und Jena zu inhaltlichen Blöcken zusammen, die in magische und reale Landschaften entführten und das Augenzwinkern in vielen Beiträgen so recht zur Wirkung kommen ließen. Etwa 80 Zuschauer verfolgten diese Erst-Präsentation. 
Eine zweite Premiere gab es am Donnerstag, dem 25. September 2014, ebenfalls um 19:00 Uhr, in der Galerie Schwing in Jena. Auch dort lasen regional beteiligte Autoren Texte anderer Beteiligter. In herausragender Weise übernahm Gunnar Nielson gemeinsam mit zwei Musikerinnen den musikalischen Part und spielte irische Volksweisen. In Jena verfolgten etwa 50 Gäste die Premierenlesung, wie in Suhl bereichert von Andreas Kuhrt um die grafischen Elemente. 
Der neue (Süd)Thüringer Literaturkalender wurde in der regionalen Druckerei Druckpunkt Mitte im Grabfeld gedruckt und erscheint in einer Auflage von 1200 Exemplaren. Bisher erschienen vergleichbare Kalender für 1998, 2005, 2008 und 2012, seit 2005 im Format DIN A 3 und in der Gestaltung von Andreas Kuhrt.
Der neue Kalender konnte beim Verein oder in regionalen Buchläden, die mit dem Literaturverein zusammen arbeiten, erworben werden.

 

 

 


Das vormalige Jagdschloss in Sinnershausen, in diesem Jahr Werkstatt-Domizil. Foto: JABZ-Team

Jubiläums-Werkstatttage des Südthüringer Literaturvereins

Thüringer Autoren  zum 25. Mal beim Jahres-Workshop – Lesung im Baumbachhaus 

Suhl/Hümpfershausen/Meiningen. Am traditionell für ihre Werkstatttage genutzten Wochenende nach Himmelfahrt trafen sich Südthüringer Autoren auch 2014 zu ihrem Jahres-Workshop. Diesmal bot das einstige Jagdschloss Sinnershausen in Hümpfershausen in der Rhön, jetzt Thüringer Jugendfeuerwehrschule, das Domizil für die Schreibwerkstatt. Knapp 30 Teilnehmer waren diesmal dabei, davon 6 Jugendliche, die erstes Handwerkszeug für die Bestseller von morgen erhielten. Es war inzwischen die 25. Werkstatt, die die Autorinnen und Autoren um Vereinsvorsitzenden Holger Uske auf die Beine stellten. Ein bisschen gefeiert wurde am Freitagabend am Lagerfeuer auch, doch im Mittelpunkt des Wochenendes 30. Mai bis 1. Juni 2014 stand die Arbeit am eigenen Text und das Ersinnen neuer Werke. 
Das Thema des diesjährigen Werkstatttage ist „HinterSinn“ war ein bisschen auf die Lage des Schlosses in der Rhön und auf den Ort Sinnershausen abgestellt, aber auch als Vorlage für Schreibaufgaben gedacht, die von den Seminarleitern gestellt wurden. Dafür konnte zum vierten Mal die Schriftstellerin Nancy Hünger aus Erfurt gewonnen werden, eine der derzeit besten Dichterinnen im Freistaat, die es in hervorragender Weise versteht, sich auf die unterschiedliche Qualität der Autoren einzustellen und Maßstäbe setzt, an denen auch die hiesigen Dichter wachsen können. Der Frankfurter Autor Matthias Göritz war zum dritten Mal dabei und leitete die Prosa-Gruppe. Sein jüngstes Buch „Träumer und Sünder“ über die (Un)tiefen des Filmgeschäfts wird gerade deutschlandweit in den Feuilletons besprochen. Ulrike Blechschmidt aus Zella-Mehlis leitete die Jugendgruppe, die seit 2007 zum festen Bestandteil des Workshops zählt und brachte darin Schülern und jungen Schreibenden literarische Verfahren näher. Der Workshop klang am Sonntagvormittag mit einem Praxis-Vortrag zur Gestaltung von Texten bei ihrer Aufführung aus, angeboten von Cornelia Thiele vom Kieck-Theater Weimar. Auch sie war schon zum dritten Mal bei einem Workshop des Südthüringer Literaturvereins dabei und bereicherte das Programm dieses Wochenende in schöner Weise.
Die literarische Soiree am Samstagabend mit den Workshop-Teilnehmern im Literaturmuseum Baumbachhaus in Meiningen fand vor ausverkauftem Hause statt. Die neuen Texte fanden großen Anklang. Die musikalische Umrahmung übernahm Rocky Hoffmann.
Die Kontinuität in der Workshop-Reihe des Südthüringer Literaturvereins, die landesweit ihresgleichen suchen dürfte, ist auch der zuverlässigen Förderung zu danken, die seitens des Freistaats Thüringen, der Rhön-Rennsteig-Sparkasse und der Stadt Suhl erfolgt, in der der Verein seinen Sitz hat.

   

Logo der 3. Suhler Lesenacht (von Manuela Hahnebach).

Martina Rellin bei ihrer Lesung

Holger Uske in Aktion im Gewölbekeller der VHS

Heidi Büttner und Franz Bätz im Gemeinehaus Heinrichs

Michael Carl im Weinkeller 

Ulrike Blechmidt und Bernd Friedrich in der alten Kapelle

Sandra und Sandro Eberwein in der Salzgrotte Gabi Schmidt

3. Suhler Lesenacht am 11. April 2014 in Heinrichs

Zum dritten Mal gab es in Suhl am Freitag, dem 11. April 2014, eine große Lesenacht. Insgesamt sieben Autorinnen und Autoren sowie ein Liedermacher stellten dabei ihre Werke vor, diesmal nach dem Auftakt in der Volkshochschule wiederum an fünf außergewöhnlichen Leseorten im Ortsteil Suhl-Heinrichs. 
Der Südthüringer Literaturverein bot gemeinsam mit der Stadtverwaltung als Veranstalter und dank maßgeblicher Förderung durch die Rhön-Rennsteig-Sparkasse schon zum dritten Mal ein solches literarisches Ereignis an. Bei dem „Lesemarathon“ von 19 bis gegen 23 Uhr weuden die Gäste nicht nur mit neuer Literatur, sondern auch mit bislang vielleicht weniger bekannten interessanten Orten bekannt gemacht. Neben dem Heinrichser Rathaus - heute Sitz der Volkshochschule - mit großem Saal und Gewölbekeller als Leseorten waren das die alte Kapelle, die Salzgrotte Am Lautenbach, der Weinkeller Csutorka gegenüber vom Rathaus und das Gemeindehaus von Heinrichs. Als Autoren des Abends traten Martina Rellin aus Hohen Neuendorf bei Berlin, Heidi Büttner aus Schalkau gemeinsam mit dem Bluesmusiker Franz Bätz aus Rauenstein, Ulrike Blechschmidt aus Zella-Mehlis gemeinsam mit dem Liedermacher Bernd Friedrich aus Suhl, Holger Uske aus Suhl, der aus Suhl stammende Michael Carl und die aus Südthüringen kommenden Sandra und Sandro Eberwein in Aktion.

Auftakt mit Frauenpower 
Martina Rellin ist möglicherweise noch als vormalige Chefredakteurin der renommierten Zeitschrift „Das Magazin“ bekannt. Sie stellte ihre Lesung unter das Motto „L(i)eben Ost-Frauen anders?“ Martina Rellin beantwortete diese Fragen klar mit: „Ja.” Zuversichtlich und risikofreudig, mit Lust und Leidenschaft – so meistern Ost-Frauen ihr Leben und die Liebe, und so schildern sie es auch in den Büchern „Klar bin ich eine Ost-Frau!“ und „Die Wahrheit über meine Ehe”. Männer allerdings kamen bei dem Lesungsabend auch auf ihre Kosten, erwies sich die Autorin doch als geheime Männerversteherin. Die prägnanten  Alltagsschilderungen beweisen, dass das Private durchaus gesellschaftlich relevant und also auch politisch ist. Martina Rellin, las im großen Saal des Heinrichser Rathauses und brachte ihn an seine Kapazitätsgrenzen. Das Publikum war begeistert. .

Fünf Orte – fünf Lesungen je zweimal
Nach diesem Auftakt hatten die Gäste dann die Möglichkeit, zweimal aus fünf Angeboten zu wählen, nämlich zu den Startzeiten (für die gleichen Lesungen) 20:30 Uhr und 22:00 Uhr. War der erste Durchgang - bis auf die Salzgrotte - bestens besucht, kamen zur zweiten Runde weniger Zuhörer - wieder bis auf die Salzgrotte, wo Interessenten keinen Zutritt mehr fanden. 

Im Gewölbekeller des Heinrichser Rathauses taktete sich der Vorsitzende des Südthüringer Literaturvereins Holger Uske erstmals als Autor in das Lesenachtgeschehen ein und lud mit Kurzprosa, Gedichten und eigenen Liedern unter dem Titel „Erdfahrt“ die Zuhörer auf eine poetische Reise durch Jahres- und Lebenszeiten ein. Uske tritt seit mehr als 20 Jahren mit eigenen Programmen auf, in die er stets neue Texte und eigene Lieder einbindet. 

Im Gemeindehaus An der Kirche 4 stellte Heidi Büttner aus Schalkau
„Stories an der Countryside“ vor, phantastische und skurrile Geschichten, die es in sich hatten. Die stellvertretende Vereinsvorsitzende wurde dabei begleitet vom Bluesmusiker Franz Bätz aus Rauenstein. Zwischen den Lesungen gab es hier die Möglichkeit zu einer Besichtigung der benachbarten Heinrichser Kirche mit der legendären „schwarzen Hand“, Pfarrer Ulrich Prüfer führte.

Gegenüber der VHS lud hinter „Elektro-Josef“ der Weinkeller Csutorka zum Verweilen ein. In dem ehrwürdigen Tonnengewölbe präsentierte der aus Suhl stammende Michael Carl
Worte am Tagrand“, Gedichte und Kurzprosa. Er las Erotisch-Zwischenmenschliches und Nachdenkliches, gewürzt mit einer Prise Humor. Carl war jahrelang Vorsitzender des Vereins „Literatursalon Suhl“, bevor er Ende der 1990er Jahre nach Hessen zog. Zu einem guten Schluck Wein gab es zwischen den Lesungen Erläuterungen zum Haus.  

Nur wenige Meter die Meininger Straße hinauf, in der Meininger Straße 49, ist in der Alten Kapelle seit kurzem der Suhler Cister-Verein zu Hause. Im wahrscheinlich ältesten Heinrichser Gebäude wurde
„Rap für Anfänger“ geboten. Dazu fanden die Zella-Mehliser Autorin Ulrike Blechschmidt, Leiterin der Gruppe „Zeilensprung“, und der Suhler Liedermacher Bernd Friedrich zusammen. In ihrem Programm philosophierten sie u. a. über „das erste Mal“ für manche Dinge im Leben – Augenzwinkern garantiert. In der Lesungspause gab der Instrumentenbauer Mathias Wiewiorra Einblicke in das in Suhl lange gepflegte Handwerk der Cister-Herstellung. 

Auch der fünfte Leseort in Heinrichs war ein ganz besonderer. Gabi Schmidt stellte am Lautenbach 1 a den schönen Raum ihrer Salzgrotte zur Verfügung. Dort boten die aus Südthüringen stammenden Sandra und Sandro Eberwein, jetzt in Eckental zu Hause, Kurzprosa und Lyrik unter dem Titel Flockenwirbel“ -  literarische Gedankenspiele zwischen Alltag und Märchen. Zwischen den Lesungen gab es Erläuterungen zu Therapiemöglichkeiten in der Salzgrotte und Gesundheits-Angebote, u. a. Wellness-Drinks.
 
Dank der Unterstützung durch die Rhön-Rennsteig-Sparkasse und die Stadtverwaltung und durch das ehrenamtliche Engagement vieler Vereinsmitglieder, der Inhaber der Leseorte und des Ortsteilrates konnte der Eintritt für die Veranstaltungen des Abends frei gehalten werden. Mehr als 150 Interessenten nahmen das Angebot zu außergewöhnlichen Begegnungen mit der Literatur an außergewöhnlichen Orten am Abend des 11. April 2014 im schönen Ortsteil Heinrichs an.

Fotos links von der 3. Suhler Lesenacht: Marco Stenzel 

Südthüringer Literaturverein wählte 2013 Vorstand neu

Suhl. Die turnusmäßige Mitgliederversammlung des Südthüringer Literaturvereins am 16. November 2013 in der Vereinsgaststätte "Weiberwirtschaft" in Suhl brachte keine Überraschungen. Der bisherige Vereinsvorstand stellte sich zur Wiederwahl und wurde einstimmig bestätigt. Für weitere drei Jahre stehen damit Holger Uske, Heidi Büttner und Sandra Eberwein an der Spitze der Südthüringer Autorenvereinigung. 
Vereinsvorsitzender Holger Uske zog dabei eine positive Bilanz, wenn der Verein mit seinen vielfältigen Veranstaltungen mitunter auch an die Grenzen des ehrenamtlich Leistbaren stoße. Neben den regelmäßig abgehaltenen Vereinstreffen wird vierteljährlich der Literatursalon in Suhl veranstaltet, eine Lesereihe mit renommierten Autoren angeboten, das literarische Großereignis "Suhler Lesenacht" gemeinsam mit weiteren Partnern realisiert (zum Ergebnis 2013 siehe unten), am Wochenende nach Himmelfahrt ein Werkstattwochenende mit deutschlandweit anerkannten Lektoren durchgeführt und im Drei-Jahres-Rhythmus ein Literaturkalender "Thüringer Ansichten" herausgegeben. Eine Neuauflage für das Jahr 2015 ist in Vorbereitung.
Die Projekte des Südthüringer Literaturvereins werden vom Kultusministerium des Freistaats Thüringen, der Rhön-Rennsteig-Sparkasse und der Stadt Suhl gefördert.

Horst Wiegand (links) bei einer Lesung des Vereins im Meininger Baumbachhaus 2011, hier mit Michael Carl.

Horst Wiegand gewann Walter-Werner-Lyrikpreis 2012 

Mit Horst Wiegand kommt auch der zweite Preisträger eines großen Thüringer Literaturwettbewerbes in diesem Jahr aus dem Südthüringer Literaturverein. Der Lyriker aus Steinheid erhielt am Freitag, dem 16. November 2012, in der Suhler Stadtbücherei aus den Händen der Jury den mit 1000 Euro dotierten Preis. Damit hat nach Aussagen des Provinzschreis, des Auslobers des Preises, der erstmals mitteldeutschlandweit ausgeschriebene Lyrikpreis zu Ehren des Südthüringer Dichters Walter Werner einen würdigen Sieger gefunden. Der 77-Jährige pensionierte Musiklehrer Horst Wiegand, der seit vielen Jahren schreibt und in Südthüringen längst kein literarisch Unbekannter mehr ist, konnte mit seinen drei eingereichten Gedichten die Jury überzeugen, die ihn einstimmig zum Sieger wählte. „Horst Wiegand gelingt es, mit unverwechselbar eigener Stimme den Südthüringer Lebensraum zur Sprache zu bringen“, lautet die Begründung der Jury zur Preisvergabe. „Durch strenge Verdichtung erschafft er unverbrauchte Bilder von hoher Musikalität. Mit wenigen Worten rückt er Alltägliches in traumhafte Ferne und bringt es uns dadurch poetisch nahe. Darin erweist er sich Walter Werner verwandt, und zeigt sich doch ganz und gar eigenständig.“  
Mehr als 80 Lyrikfreunde lauschten den von den Prämierten selbst vorgetragenen Gedichten
und der einfühlsamen Musik von Renate Kubisch aus Meiningen, die zu jedem vorgetragenen Gedicht ihrem E-Cello die passenden Melodien entlockte.
Mit dem Walter Werner-Lyrikpreis hatten die Veranstalter vom Verein PROVINZKULTUR und von der Stadtbücherei Suhl erstmals einen Wettbewerb ausgeschrieben, der sich nicht an eine bestimmte Altersgruppe wandte, sondern Jung und Alt vereinte – und das ausgerechnet mit Gedichten. Die meisten Einsendungen kamen aus Thüringen, manche auch aus dem benachbarten Franken, Sachsen und Sachsen-Anhalt. Insgesamt 114 Autoren und Autorinnen (53 Männer, 61 Frauen) im Alter von 16 bis 88 Jahren hatten zu dem Wettbewerb 278 Gedichte eingereicht. So vielfältig wie die damit verbundenen Lebenserfahrungen waren auch die Beiträge. (unter Verwendung einer Pressemitteilung von Provinzkultur e.V.)
 

Ursula Schütt (Bildmitte) bei einem Auftritt gemeinsam mit der Gruppe "Zeilensprung".

Ursula Schütt gewann Menantes-Literatur-Wettbewerb 2012

Die Suhler Autorin Ursula Schütt hat den internationalen Menantes-Literaturwettbewerb 2012 gewonnen! Herzlichen Glückwunsch vom gesamten Verein an sie!
Am Samstag, dem 16. Juni 2012, stellten im Rahmen einer Lesenacht im Pfarrhof von Wandersleben die Finalisten des Menantes-Literaturwettbewerbes 2012 ihre Texte vor. Dazu gehörte auch die Suhler Autorin Ursula Schütt, aktives Mitglied im Südthüringer Literaturverein. Im Wettbewerb war ihre Erzählung "Froschkönig". Dafür erhielt Ursula Schütt, die schon einmal einen ihrer Texte in der im Anschluss an den Wettbewerb herausgegebenen Anthologie veröffentlichen konnte, den mit 2000 € dotierten Menantes-Preis. Verdienter Lohn für eine ihrer herausragenden Erzählungen!
Weitere Finalisten waren Waltraud Bondiek aus Radebeul, Bärbel Klässner aus Essen, Stefan Müser, Berlin, und Sigrid Ruth Stephenson aus Bad Oldesloe. Insgesamt hatten 505 Autorinnen und Autoren aus 13 Ländern mehr als 900 Gedichte und Kurzerzählungen für diesen alle zwei Jahre ausgeschriebenen Wettbewerb zur Erinnerung an den galanten Barockdichter Christian Friedrich Hunold, der in Wandersleben geboren wurde, eingereicht.